Was zu tun für den Muslim?

Was zu tun für den Muslim?

von Omar K Neusser

Intro:

Es ist heute leider ein weit verbreitetes Missverständnis, Muslime und Gewalt wären zwei Begriffe, die wesentlich miteinander zu tun hätten. Von Seiten einiger dunkler Kräfte ist es eine absichtliche Politik Muslime mit Gewalttaten zu kompromittieren.

Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt!

Diese Propaganda ist seit dem 11. Sept. 2001 schlimmer geworden1, gehört aber schon seit längerem zu den Waffen jener, die eine besondere Agenda haben, gegen alles was mit dem Islam und den Muslimen zu tun hat. Dies sind die gleichen dunkle Kräfte, die nur an ihre eigenen Profitintressen vor Augen haben und die rechtmässigen Forderungen der Mehrheit der Menschen für ein humanes, sinnvolles und selbstgestaltedes Leben missachten.2

Die meisten Menschen wollen jedoch in Frieden leben, in Eintracht mit ihren Nachbarn, ohne ungerecht behandelt zu werden, ganz so wie die Muslime es wollen. Die Muslime wollen genauso in Frieden und Selbstbestimmung leben, und das heisst auch, ihre islamischen Traditionen zu verwirklichen.3

Ja - es kommt vor, dass Muslime ihre Frauen unterdrücken, genau so das bei vielen Nicht-Muslimen geschieht, aber es ist die Ausnahme. Wenn es aber vorkommt, muss es verhindert werden und dazu brauchen die Muslime funktionierende Institutionen, wie zB. Familienratgeber, oder Imame, die im islamischen Recht ausgebildet sind. Der heilige Prophet (F. s. m i.) war der beste und gütigste gegenüber seinen Frauen.

Gewalt und Krieg

Was die Gewalt und den Krieg angeht, sind es die arroganten und gierigen Kräfte einiger Länder dieser Welt, die über die Ressourcen anderer Völker enschl. der muslimschen Länder herfallen, und dabei mit roher Gewalt und Unterdrückung gegen die lokale Bevölkerung vorgehen. Wie wir bezeugen können, schrecken sie nicht davor zurück unter fadenscheinigen Vorwänden, Kriege gegen diese Völker vom Zaun zu brechen. Es ist klar, dass die Muslime sich unter solchen Umständen verteidigen. Doch ist die Verteidigung ihres Lebens, ihrer Ehre, ihres Eigentums und ihrer Religion den unzweideutigen Regeln der Scharia unterworfen, die unter anderem weder erlauben, einen Krieg zu beginnen, noch in einem Krieg Frauen und Kinder (und alle die nicht Kämpfende sind) zu töten, oder die Infrastruktur (zB. Brunnen und Bäume) zu zerstören.4

Gegen die heutige Unkultur

Abgesehen vom Standartzustand des Friedens - und damit zusammenhängend - geht es den Muslimen darum, ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen, in Einklang mit der von Prophet Muhammad überlieferten islamischen Tradition. Daraus folgt auch, dass eine Reihe von Elementen, welche die heutige Unkultur ausmachen, von den Muslimen klar und deutlich abgewiesen werden, zB.:

  1. Die Pornofizierung der westlichen Medien- und Unterhaltungskultur,
  2. Die Tendenz alles Existierende vermarkten zu wollen, den Menschen eingeschlossen.
  3. Die schleichende Pharmakologisierung des Alltags,
  4. Die Art und Weise wie unsere Lebensmittel produziert werden und die damit einhergehende schleichende Entwertung unserer Lebensmittel. (Sinkende Qualität - Industrialisierung und steigende Chemiemittelverwendung der Agrarwirtschaft).
  5. Sind Investitionen und Sparen zinsfrei? Islamische Wirtschaftregeln,
  6. Die anti-traditionelle Einstellung der herrschenden Unkultur, die dazu führt, alles spirituelle oder geistige zu verringern und zu verachten. (Nur das Materielle und ab und zu das Psychische ist von Belang, keine spirituelle Dimension.)

Das sind daher Fragen der Kultur, bzw. eigentlich der herrschenden Unkultur und der Wirtschaft, welche die Muslime aufgrund ihrer von Gott stammenden Überlieferung anders angehen, als viele unserer nicht an authentische Weltreligionen gebundene Zeitgenossen. Die Muslime müssen sich dringend diesen und anderen existentiellen Fragen stellen, wenn sie die Wahrheitskraft des Islam beweisen wollen.

{Er [Gott] hat herabgesandt zu dir die Schrift mit der Wahrheit, bestätigend das, was ihm vorausging; und vordem sandte Er herab die Thora und das Evangelium als eine Richtschnur für die Menschen; und Er hat herabgesandt das Entscheidende.} Sura 3, v.3

Deshalb werden die Muslime ihrer Verantwortung gerecht werden,
um diese Wahrheit zu leben so gut es ihnen gelingen möge, 
auch wenn sie dafür von einigen Tadel erfahren.
Doch nie ist der Schein des göttlichen Lichtes
auf Seine Geschöpfe und deren guten Werke gefallen,
ohne dass sich nicht früher oder später die grosse Glückseligkeit eingestellt hätte!










2013-11-02 vs.1.6; vom 2013-03-02 [Neue Texte ][nächste Seite]


  1. Übrigens sind höchst wahrscheinlich keine Muslime an den 11. Sept. Terrorangriffen beteiligt gewesen, es sei denn sehr merkwürdige - solche die Alkohol trinken und in Nachtklubs verkehren; alles was glänzt ist nicht Gold. Die Sache ist wesentlich komplizierter als es auf den ersten Blick erscheint, vgl. 170+ Links On 9/11, Eyewitness-Accounts, Scientific Evidence; -> There is no evidence that Muslims committed the crime of 9/11, by Elias Davidsson 2008

  2. Siehe zB.: Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten

  3. Islamischen Tradition: Der Islam kann nicht zu einer Utopie einer perfekten Gesellschaft in dieser Welt (dunya) reduziert und dadurch missbraucht werden, wo die Vollkommenheit am Schwinden ist. Der Islam ist weder auf den Bereich des Glaubens (imân) begrenzt, noch auf den der Gesetzesgebung (sharî`ah), stattdessen muß es eine Wiederbelebung der islamischen ‘haqîqah’ geben (der göttlichen Erkenntnis)… Livingislam.org - deutsch

  4. Suicide Or ‘Martyrdom’-Operations And The Killing Of Civilians Are Unlawful And Cursed